Berg auf~~~Berg ab
Berg auf~~~Berg ab

 

Jahreschorausflug in den Schwarzwald nach Gernsbach (31. 08. - 02. 09. 2018)

 

Wieder mal war es soweit: Der Brunnenbergchor unternahm seinen jährlichen Ausflug-dieses Mal in den schönen Schwarzwald nach Gernsbach. Es wurde wieder - von Ludwig Zirlewagen geplant- wie gewohnt ein ereignis-reiches Wochenende.

 

Der Einstieg in den dreitägigen Ausflug begann im Werksforum des Zementwerks Dotternhausen. Der ehemalige Weksangehörige Hartwin Wiegel führte durch die hochinteressante Ausstellung des  Fossilienmuseums der Firma: Fossilien aus dem 180 Millionen Jahre alten Ölschiefer des "Lias epsilon", der im Raum Dotternhausen abgebaut wird, sind hier zu sehen. Ammoniten, Seelilien, Fische, Ichthyosaurier, Krokodile und Flugsaurier, Außerdem Fossilien aus anderen Jura-Schichten der westlichen Schwäbischen Alb. Ein Zeitband führt durch die unvorstellbar langen Zeitspannen der Erdgeschichte und zeigte unsere  vergleichsweise kurze Mensch-heitsgeschichte.

 

Erschlagen von der Menge der Informationen konnten die Sänger anschließend für einen kurzen Moment in der Wallfahrstkirche Palmbühl besinnlich verweilen. Der Chor sang hier drei bekannte Marienlieder. Die Mittagspause verbrachten die Sänger in der "Waldschänke", über der Schlichem-Talsperre gelegen, auch Schömberger Stausee genannt. Der Stausee diente anfangs dem an-sässigen Zementwerk zur Kühlwassergewinnung und Stromerzeugung. Heute gehört die Talsperre dem Land Baden-Württemberg und dient nur noch zur Stromerzeugung und als Hochwasser-Rückhaltebecken.

Gestärkt lenkte dann unser bewährter Fahrer Franz seinen Bus Richtung Gernsbach, nur noch unterbrochen durch eine Kaffeepause in Altensteig im Nordschwarzwald; sicherlich auch ein interessanter Ort mit seinem hoch über der Stadt gelegenen Schloss, im 13. Jahrhundert als Schutzburg gebaut.

 

Nach der Übernahme der Unterkünfte im Hotel "Stadt Gernsbach", widmete sich der Chor im Gasthof "Brüderlin" den leiblichen Genüssen, der eine kürzer, der andere länger bis in die Nacht.

Der nächste Tag: Bei sonnigem Wetter führte Roswitha Plätzer die Brunnenbergler zwei Stunden durch die alte Flößerstadt Gernsbach, an der Murg gelegen. Die Stadt Gernsbach ist der historische Hauptort des unteren Murgtals im Landkreis Rastatt. Sie bildet mit Gaggenau ein Mittelzentrum der Region Mittlerer Oberrhein.

Am Nachmitteg schloss sich der Besuch im Unimog-Museum Gaggenau an. Wolfgang Maier, ein langjähriger Mitarbeiter der Benz-AG brachte den interessierten Sängern die Entwicklung des Unimog (Universelles Motorgerät) näher. Der Unternehmer Thomas Bergmann gründete bereits 1883 die Bergmann-Industriewerke(später Süddeut-sche Automobil-Fabrik) in Ottenau/Gaggenau. Damit entstand 1895 das älteste Autowerk der Welt. Ab 1894 baute er Automobile. Im Jahre 1910 verkaufte er seine Automobilfabrik an die Benz & Cie. In Gaggenau entstanden die ersten Fahrzeuge des heutigen Unimog. Der Abend endete wie vortags in der gemütlichen Gaststätte "Brüderlin" in Gernsbach.

 

Am Sonntag fuhr man nach dem Frühstück in den Nordschwarzwald nach Kaltenbronn. Ein Besuch im Informationszentrum mit interaktiver Naturausstellung und der anschließenden Wanderung zum Hochmoor "Hohlohsee" zeigte nur einen kleinen Ausschnitt der einzigartigen Hochmoorlandschaft im Nordschwarzwald. Die Heimfahrt über Freudenstadt, Besuch des "Turmbräu", und der Abschluss in Ben-zingen in der Gaststätte "Zum Sternen" rundete das ereignisreiche Wochenende ab.

                                                                                     Foto:  M. HESCHELER

 

Den Brunnenberglern verschlägt es die Sprache
Ministerpräsident Kretschmann zeichnet Chorführung mit Aachener Orden wider den tierischen Ernst aus (Artikel Schwäb. Zeitung vom 05.02.2018 von  Michael Hescheler)


SEMERENGA - Wenn es Berschultes August Dannegger und Di-rigent Fritz Kottmann die Sprache verschlägt, dann muss etwas passiert sein. Stammgast Winfried Kretschmann zieht zwei Or-den aus seiner Sakkotasche und würdigt den närrischen Witz seiner Fasnetsfreunde. Die Orden, die der Ministerpräsident verteilt, sind nicht irgendwelche Orden: Vor einigen Tagen er-hielt Kretschmann den Aachener Orden wider den tierischen Ernst für Humor und Menschlichkeit. Er sei aufgerufen, einige Orden an Menschen weiterzureichen, die sie verdient hätten, sagt der aus Laiz stammende Spitzenpolitiker. Am Samstag-abend im Sigmaringer Gasthaus Zoller-Hof gibt Kretschmann zwei Orden an den Brunnen-bergchor weiter und adelt damit die Fasnet, die die Bergler seit Jahrzehnten mit Freude und Tiefgang feiern. Kretschmann spricht von einer "hintersinnigen Fasnet": "Ihr habt den Orden verdient, weil ihr uns den Ernst nehmt."
       Die Brunnenbergfasnet ist seit Jahren ein Fixpunkt im Ter-minkalender des Spitzenpolitikers. Soweit das für einen Men-schen seines Formats möglich ist, hält sich Kretschmann im Zoller-Hof im Hintergrund. Er schweigt und genießt die Brun-nenbergfasnet. Doch am Samstag ist einiges anders: Statt sei-nes blauen Umhangs trägt Kretschmann Sakko, weißes Hamd und die Elferratsmütze, die er bei der Sitzung des Aachener Kar-nevalsvereins bekommen hat. Das dies einen tieferen Sinn hat, denkt noch keiner, als Kretschmann den Zoller-Hof betritt.
       Vor der letzten Nummer plötzlich Aufregung: Der Minister-präsident will etwas sagen, ruft Kottmann seinen Chormitglie-dern zu. Er weiß in diesem Moment noch nicht, was Kretsch-mann vor hat. Kretschmanns Laudatio gleicht einer Büttenrede. Den Aachener Orden hätten so "Vollhumoristen" wie Markus Söder, Edmund Stoiber und Christian Lindner bekommen. Dem früheren Soldaten Kottmann ruft er zu: "Soldat sein ist ein ernster Beruf. Du wärst besser in die Politik gegangen. Da ist es jeden Tag lustig, besonders wenn man mit der CDU regiert." Einen Seitenhieb hat er auch für August Dannegger parat: Ziel eines Zimmermanns sei nicht den Dachstuhl aufzurichten, sondern vielmehr das Richtfest zu feiern.


Bergschultes alles andere als zimperlich


Wer austeilt, der muss auch einstecken können, denkt Dann-egger wohl in die-sem Moment: Der Bergschultes ist alles ande-re als zimperlich. Stadtführer Struppi, ein früherer Lehrer, ärgert er so: "Es ist gut, dass du in Rente bist, dann kann unseren Enkeln nichts mehr passieren." Sein Fett weg bekommt Ex-Landrat Dirk Gaerte, der bei der Konstanzer Fernsehfasnet im Bild auftauchte: "Du warst nicht bei der Sache. Regine (seine Ehefrau) musste dir sagen, wann Applaus angesagt war."
        Würde man den Applaus bei der Brunnenbergfasnet mes-sen, dann wäre Johannes Barth ein Kandidat fürs Treppchen. Unter der Überschrift "s´isch nemme des" bricht er eine Lanze für die Senioren. Barth singt seine Gedanken und er singt auf eine - im Schwäbischen würde man sagen -  knitze Art. Kost-probe: "Statt nachts durch fremde Betten flitzen, musst du früh beim Doktor sitzen." Dem Publikum gefällt sein feinsinniger Humor.
       Passend leiten die "Drei vom Berg" über und beschreiben die Brunnenbergfasnet als "Vorgeschmack auf den Himmel". Warum? Die Führungscrew habe die besten Plätze, um sie he-rum säßen lauter gute Seelen und der himmlische Chor singe bis in alle Ewigkeit. Gulle Dannegger, Peter Fersch und Ludwig Zirlewagen sparen nicht mit Selbstkritik, als es um die Ausflüge des Chors geht: "Uns zu führen, ist eine Zumutung. Man sollte  einige Mitglieder im Hotelzimmer einsperren."


"Die Landrätin im grünen Stoff und mit einer Kalschnikow", sagen die Bergrebellen über die Teilnehmer einer fürstlichen Jagd.


Eine fürstliche Jagd inszenieren die Bergrebellen Ingo Ponti und Werner Müller: Einen Lachanfall lösen bei vielen Gästen allein schon Pontis Versuche aus, mit dem Posthorn auf die Jagd ein-zustimmen. Auf Einladung der Krankenhauschefin versammelt sich die Prominenz. Unter ihnen der Bürgermeister mit E-Bike und Radler-Loden und die "Landrätin im grünen Stoff mit Kalaschnikow". Am Ende der Jagd: Der Hirsch wälzt sich im Radler-Loden am Boden und die Jagdmeute liegt im Kranken-haus darnieder. Nicht nur die Bergrebellen, sondern auch die Besucher  lachen sich ins Fäustchen.


        Fertigmachen zum Finale: "Jetzt ist es nicht einfach, die Kurve zu kriegen", sagt Fritz Kottmann mit dem Aachener Orden um den Hals, als er die Sprache wiedergefunden hatte. Der Brunnenbergchor widmet seinen letzten Programmpunkt der anwesenden Prominenz. Stefanie Bürkle wird der Ministerprä-sidentenposten angedichtet, laut Solistin Bärbel Kottmann hat der Bürgermeister Thomas Schärer die Wahl am 01. Juli schon gewonnen und das schwarze Sigmaringen beklatscht ein Lob-lied auf den Ministerpräsidenten. Nachdenkliche Töne schlägt der Chor an, als es um die Zukunft des Gasthauses Zoller-Hof geht, das umgebaut werden soll: "Wir sehen uns, so wie es aussieht, mit Sicherheit vielleicht im nächsten Jahr wieder."
Winfried Kretschmann und die 130 Gäste würden sofort wieder-kommen. Die Frage ist nur, wohin.

 

Das gab´s auch noch

Die weiteren Programmpunkte der Brunnenbergfasnet:

Werner Stroppel beginnt den Abend traditionell mit seinem Stadtrundgang. Seine Verse über die Kürassiere schrieb er nach dem Zeitungsartikel vom Samstagmorgen noch einmal um. Mathtias Dannegger erzählte eine wahre Geschichte aus dem Paradies. Fritz und Roswitha Schulz hatten für ihren Tanz der Strauße einige Mitarbeiterinnen aus der Zahnarztpraxis mitge-bracht. Als einzig verbliebener Junger Wilder erzählte Franz Kernler aus seinem Leben und von seinen Gästen

 

Ergänzung des Homepage-Verfassers:

Frank Boos heizte die Stimmung im Saal an, begleitete den Brunnenbergchor musikalisch durch den Abend und sorgte nach dem Ende des Programms für den notwendigen Schwung auf der Tanzfläche.
 

 

 

 

 

 

 

                                                                                         Fotos: MICHAEL HESCHELER

Jahresabschluss des Brunnenbergchors im „Zoller-Hof“

 

Traditionell hat der Brunnenbergchor im Dezember  seinen Jahresabschluss mit Jahresrückblick, Genuss und Gesang gefeiert. Dabei sammelte der Chor eine Spende für das Hilfsprojekt "Mariphil Kinderdorf".

 

"Gulle“ August Dannegger begrüßte nach einem Lied zum Auftakt die Chormitglieder und zog für das Jahr 2017 eine positive Bilanz. Er dankte Chorleiter Fritz Kottmann für seine Geduld und Ausdauer mit den Sängern und überreichte ihm ein Geschenk. Danach ergriff der Chorleiter das Wort und sprach die einzelnen Ereignisse 2017 wie die Fasnet, die Maiandacht in der Josefskapelle, das Singen im Josefinen-stift und den Jahresausflug ins Nördlinger Ries an. Er bedankte sich bei allen für den Probenbesuch, mahnte aber trotz fleißiger Teilnahme bei wenigen eine bessere Beteiligung an. Die anstehende Brunnenberg-Fasnet war danach das wichtigsteThema.         

Fritz Kottmann übernahm anschließend die Wahl  des Vorstandes, der komplett in seinem Amt bestätigt wurde; neu gewählt wurde nur Erich Schwer als „Frauenbeauftragter“ als Nachfolger von Ludwig Pfeffer. Zum Abschluss des offiziellen Teils wurde auf  Vorschlag von August Dannegger eine Spende von 120 Euro für das Hilfsprojekt „Mariphil Kinderdorf“ gesammelt. Er übergab den Betrag später an die Botschaf-terin des Hilfsprojekts, Gerlinde Kretschmann.

Danach begann der gemütliche Teil mit Gesang, Schlachtplatte und Durstlöschern.

Der Brunnenbergchor feierte im Oktober 2016 mit seinen  14 besonderen Geburtstagskindern in der Brauerei-Gaststätte „Zoller-Hof“

 

Unterhaltsame und lustige Beiträge von Chormitgliedern und der Chor selbst  sorgten an diesem Abend  für Kurzweil und lockere Stimmung bis weit in die Nacht.
 

Die Geburtstagskinder des Brunnenbergchors,  die in diesem Jahr einen halbrunden oder runden Geburtstag hatten oder noch haben, feierten mal wieder nach fünf Jahren mit dem gesamten Chor in geselliger Runde. Dazu waren sowohl die Ehefrauen und Partnerinnen als auch ehemalige Chormitglieder eingeladen. Die Geburtstagskinder, 1030 Jahre zusammen, hatten gemeinsam zu diesem Abend eingeladen. Der Saal der Brauerei-Gaststätte “Zollerhof“ war feierlich geschmückt.
 

Nach dem Sektempfang begrüßte Bergschultes August (Gulle) Dannegger die Gesellschaft, insbesondere Lothar Lieb, den ersten Dirigenten des Chors, und Erich Schneider aus Bingen, mit den Ehefrauen. Erich brachte seine 80 Lebensjahre mit und bohrte die Feier zur 1110 er - Feier auf. Zum Auftakt gratulierten sechs Chormitglieder gesanglich, mit einem Text von Ludwig Zirlewagen, den 14 Geburtstagskindern und wünschten alles Gute. Eine anschließende erste Gesangsrunde des gesamten Chors nutzte Chorleiter Fritz Kottmann und dankte Gundel und Gulle Dannegger für die jahrzehntelange Bereitschaft, im eigenen Haus den Probenraum zur Verfügung zu stellen. Er bedauerte zugleich, dass der Chor nach dem Dannegger´schen Umzug vom Brunnenberg runter in die Stadt ein neues Probelokal suchen musste.
 

Neben dem geselligen Beisammensein, dem leiblichen Wohl und guten Gesprächen sorgten den ganzen Abend einige Chormit- glieder, Johannes Barth, Ludwig Dennig mit Mara, Hansjörg Seibeld und Ludwig Zirlewagen mit humorvollen Textbeiträgen und Ingo Ponti, Werner Müller, Lothar Lieb und Werner Stroppel mit Gesangsbeiträgen für die nötige Kurzweil und eine ausge- assene Stimmung.
Zoller-Hof-Wirt Franz Kernler und Ehefrau Anne hatten für die Gesellschaft ein warmes Büffet gezaubert, das keine Wünsche offen ließ, für jeden Geschmack etwas parat hatte und damit wesentlich zu dem gelungenen Abend beitrug. Fritz Kottmann überreichte Wirtin Anne als Dank für die Vorbereitung und Organisation des Abends eine Orchidee.
Während des Abends bedankte sich Kottmann nochmals im Namen des Chors für die lange Unterstützung im eigenen Haus: bei Gundel Dannegger mit einem schönen Blumenstrauß und bei Gulle  mit einem Karton Wein.

 

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