Berg auf~~~Berg ab
Berg auf~~~Berg ab

Bild: Vera Romeu

 

 

Angela Merkel bittet vergebens um Eintrittskarte

Für die Fasnet des Brunnenbergchors braucht man beste Beziehungen. (Artikel SZ vom 25. 02. 2019, Vera Romeu)

 

Der Brunnenbergchor hat mit seinem Publikum im ausverkauf-ten Schwarzen Ritter eine große Fasnet gefeiert. Die Akteure haben Lieder über den Ministerpräsidenten, über den ehema-ligen und den neuen Bürgermeister gesungen und die Stadt-politik ziemlich kritisch auseinander genommen. Das Publikum war in bester Stimmung. Musiker Frank Boos war in Hochform und hielt bis zum Ende des Abends alle Fasnetsleute in Schwung.

 

Präsident Gulle, August Dannegger, freute sich, Ministerprä-sident Winfried Kretschmann zu begrüßen. Er berichtete, dass Bürgermeister Marcus Ehm mit seinen Freunden in Feldkirch sei. "Die Brunnenbergfasnet ist für ihn zweite Wahl, das merken wir uns im Saal", stellte Gulle fest. Er brachte die Dinge auf den Punkt und Chorleiter Fritz Kottmann hatte tolle Lieder gedichtet und vertont, so dass der Brunnenbergchor wieder fasnetliche Höhepunkte erklomm. Zum Schluss gab es für die Akteure einen stehenden Applaus.

 

Zum Auftakt machte das Publikum den traditionellen Stadtrund-gang mit Struppi. Refrain war immer das Lied "Mir sein verrückt nach Semmerenga, des ischt die Schtadt, dia uns vo älle Denge des gewisse Etwas hat!" Die Bürgermeisterwahl sei ein Pauken-schlag gewesen. Marcus Ehm habe auf Anhieb gewonnen.  Jetzt müsse  er zeigen, dass er der richtige Mann ist. Er habe einen bequemen Wahlkampf gemacht. Noch scheine er ein Phantom zu sein, das sei hoffentlich kein Symptom. Man warte immer noch auf den frischen Wind.

 

Sehr blamiert habe sich Bürgermeister Ehm mit dem Weinprä-sent,  das er dem Geschäftsführer der Zoller-Hof-Brauerei über-reicht habe, das dieser wiederum weiterverschenkte.  Beim Hof-theater  sei zu befürchten, dass beim neuen  Kulturkonzept der Stadt nur Altes aufgepeppt werde. Natürlich gab es den traditio-nellen Hieb in Richtung Vetter Guser. Das sei die konservative Bastion gegen die Emanzipation. Die Narrenzunft hatte es abge-lehnt, eine Frau zu bräuteln. Die Frauen im Saal dankten Struppi für seine klaren Worte.

 

Die Straßenkehrer vom Berg - Roswitha und Fritz Schulz - berichteten Allerlei. Im Rathaus seien die Abwasserleitungen verstopft gewesen, deshalb mussten die Rätinnen und Räte aus-wärts gehen. Wahrscheinlich habe die Verwaltung die Pläne vom Schwimmbad und vom Hotel durchs WC runtergelassen, dabei alles verstopft, mutmaßten die beiden. Plötzlich rief Angela Mer-kel an, sie wolle auch noch eine Eintrittskarte für die Brunnen-bergfasnet. Der Straßenkehrer beruhigte sie: weder Merz noch Seehofer hätten eine Karte bekommen.. Präsident Gulle sei da streng: Karten bekommt zuerst die Prominenz, dann müsse man ein wenig Beziehungen haben. Doch sei für 2020 der Bundes-kanzler fest eingeplant, sagte er und schaute zu Ministerprä-sident Kretschmann runter. Der Saal jubelte.

 

Eine Laberdasch als Engel

Laberdasch Matthias Dannegger trat als Engel auf und erklärte, warum die Männer so perfekte Geschöpfe seien. Sein Auftritt war gut gespielt und wurde mit begeistertem Applaus gedankt.

 

Das "Semmerenger Allerlei" - ein Doppelquartett - besang den ehemaligen Bürgermeister Thomas Schärer und dankte ihm herzlich für die gute  gemwinsame Zeit. Bürgermeister Ehm sei nun im Amt und ihm werde dabei sehr von Bernt Aßfalg gehol-fen. Das geplante Fünf-Sterne-Hotel stellten sie aber sehr in Frage. Wer wolle das bezahlen? Ein Geldwäscher aus Costa Rica?

 

Die Drei vom Berg - Gulle Dannegger, Peter Fersch und Ludwig Zirlewagen - berichteten Internes vom Brunnenbergchor. Die Planungsunterlagen für die Fasnet im neuen Saal von Dann-egger würden aussehen wie ein ausgeschütteter Papiekorb. Auch der Ausflugsbericht mit sämtlichen Highlights sorgte im Saal für Furore.

 

Johannes Barth ging als Goldener-Hochzeiter in die Bütt und amisierte das Publikum mit seinem Liebesleben. Die begabten Bergrebellen - Ingo Ponti und Werner Müller - hatten ganz un-politisch ihre Bäuche und die Diäten zum Thema genommen. In den kühnsten Melodien erzählten sie herrliche Geschichten. Das Publikum sang begeistert mit.

 

Schließlich kam es zum großen Finale mit einer Hymne auf den Zoller Hof, der nun geschlossen ist, mit einem Bye Bye Thomas Schärer, in dem ihm die Sänger für seine Arbeit für die Stadt dankten. Den Ministerpräsidenten baten die Sänger mit dem Lied "Mit über 70 Jahren, da..." weiterhin im politischen Amt zu bleiben. Mit stehendem Applaus dankte das Publikum für den großen Fasnetsabend.

 

 

 

 

 

 

Bilder: Vera Romeu

 

Jahreschorausflug in den Schwarzwald nach Gernsbach (31. 08. - 02. 09. 2018)

 

Wieder mal war es soweit: Der Brunnenbergchor unternahm seinen jährlichen Ausflug-dieses Mal in den schönen Schwarzwald nach Gernsbach. Es wurde wieder - von Ludwig Zirlewagen geplant- wie gewohnt ein ereignis-reiches Wochenende.

 

Der Einstieg in den dreitägigen Ausflug begann im Werksforum des Zementwerks Dotternhausen. Der ehemalige Weksangehörige Hartwin Wiegel führte durch die hochinteressante Ausstellung des  Fossilienmuseums der Firma: Fossilien aus dem 180 Millionen Jahre alten Ölschiefer des "Lias epsilon", der im Raum Dotternhausen abgebaut wird, sind hier zu sehen. Ammoniten, Seelilien, Fische, Ichthyosaurier, Krokodile und Flugsaurier, Außerdem Fossilien aus anderen Jura-Schichten der westlichen Schwäbischen Alb. Ein Zeitband führt durch die unvorstellbar langen Zeitspannen der Erdgeschichte und zeigte unsere  vergleichsweise kurze Mensch-heitsgeschichte.

 

Erschlagen von der Menge der Informationen konnten die Sänger anschließend für einen kurzen Moment in der Wallfahrstkirche Palmbühl besinnlich verweilen. Der Chor sang hier drei bekannte Marienlieder. Die Mittagspause verbrachten die Sänger in der "Waldschänke", über der Schlichem-Talsperre gelegen, auch Schömberger Stausee genannt. Der Stausee diente anfangs dem an-sässigen Zementwerk zur Kühlwassergewinnung und Stromerzeugung. Heute gehört die Talsperre dem Land Baden-Württemberg und dient nur noch zur Stromerzeugung und als Hochwasser-Rückhaltebecken.

Gestärkt lenkte dann unser bewährter Fahrer Franz seinen Bus Richtung Gernsbach, nur noch unterbrochen durch eine Kaffeepause in Altensteig im Nordschwarzwald; sicherlich auch ein interessanter Ort mit seinem hoch über der Stadt gelegenen Schloss, im 13. Jahrhundert als Schutzburg gebaut.

 

Nach der Übernahme der Unterkünfte im Hotel "Stadt Gernsbach", widmete sich der Chor im Gasthof "Brüderlin" den leiblichen Genüssen, der eine kürzer, der andere länger bis in die Nacht.

Der nächste Tag: Bei sonnigem Wetter führte Roswitha Plätzer die Brunnenbergler zwei Stunden durch die alte Flößerstadt Gernsbach, an der Murg gelegen. Die Stadt Gernsbach ist der historische Hauptort des unteren Murgtals im Landkreis Rastatt. Sie bildet mit Gaggenau ein Mittelzentrum der Region Mittlerer Oberrhein.

Am Nachmitteg schloss sich der Besuch im Unimog-Museum Gaggenau an. Wolfgang Maier, ein langjähriger Mitarbeiter der Benz-AG brachte den interessierten Sängern die Entwicklung des Unimog (Universelles Motorgerät) näher. Der Unternehmer Thomas Bergmann gründete bereits 1883 die Bergmann-Industriewerke(später Süddeut-sche Automobil-Fabrik) in Ottenau/Gaggenau. Damit entstand 1895 das älteste Autowerk der Welt. Ab 1894 baute er Automobile. Im Jahre 1910 verkaufte er seine Automobilfabrik an die Benz & Cie. In Gaggenau entstanden die ersten Fahrzeuge des heutigen Unimog. Der Abend endete wie vortags in der gemütlichen Gaststätte "Brüderlin" in Gernsbach.

 

Am Sonntag fuhr man nach dem Frühstück in den Nordschwarzwald nach Kaltenbronn. Ein Besuch im Informationszentrum mit interaktiver Naturausstellung und der anschließenden Wanderung zum Hochmoor "Hohlohsee" zeigte nur einen kleinen Ausschnitt der einzigartigen Hochmoorlandschaft im Nordschwarzwald. Die Heimfahrt über Freudenstadt, Besuch des "Turmbräu", und der Abschluss in Ben-zingen in der Gaststätte "Zum Sternen" rundete das ereignisreiche Wochenende ab.

Jahresabschluss des Brunnenbergchors im „Zoller-Hof“

 

Traditionell hat der Brunnenbergchor im Dezember  seinen Jahresabschluss mit Jahresrückblick, Genuss und Gesang gefeiert. Dabei sammelte der Chor eine Spende für das Hilfsprojekt "Mariphil Kinderdorf".

 

"Gulle“ August Dannegger begrüßte nach einem Lied zum Auftakt die Chormitglieder und zog für das Jahr 2017 eine positive Bilanz. Er dankte Chorleiter Fritz Kottmann für seine Geduld und Ausdauer mit den Sängern und überreichte ihm ein Geschenk. Danach ergriff der Chorleiter das Wort und sprach die einzelnen Ereignisse 2017 wie die Fasnet, die Maiandacht in der Josefskapelle, das Singen im Josefinen-stift und den Jahresausflug ins Nördlinger Ries an. Er bedankte sich bei allen für den Probenbesuch, mahnte aber trotz fleißiger Teilnahme bei wenigen eine bessere Beteiligung an. Die anstehende Brunnenberg-Fasnet war danach das wichtigsteThema.         

Fritz Kottmann übernahm anschließend die Wahl  des Vorstandes, der komplett in seinem Amt bestätigt wurde; neu gewählt wurde nur Erich Schwer als „Frauenbeauftragter“ als Nachfolger von Ludwig Pfeffer. Zum Abschluss des offiziellen Teils wurde auf  Vorschlag von August Dannegger eine Spende von 120 Euro für das Hilfsprojekt „Mariphil Kinderdorf“ gesammelt. Er übergab den Betrag später an die Botschaf-terin des Hilfsprojekts, Gerlinde Kretschmann.

Danach begann der gemütliche Teil mit Gesang, Schlachtplatte und Durstlöschern.

Der Brunnenbergchor feierte im Oktober 2016 mit seinen  14 besonderen Geburtstagskindern in der Brauerei-Gaststätte „Zoller-Hof“

 

Unterhaltsame und lustige Beiträge von Chormitgliedern und der Chor selbst  sorgten an diesem Abend  für Kurzweil und lockere Stimmung bis weit in die Nacht.
 

Die Geburtstagskinder des Brunnenbergchors,  die in diesem Jahr einen halbrunden oder runden Geburtstag hatten oder noch haben, feierten mal wieder nach fünf Jahren mit dem gesamten Chor in geselliger Runde. Dazu waren sowohl die Ehefrauen und Partnerinnen als auch ehemalige Chormitglieder eingeladen. Die Geburtstagskinder, 1030 Jahre zusammen, hatten gemeinsam zu diesem Abend eingeladen. Der Saal der Brauerei-Gaststätte “Zollerhof“ war feierlich geschmückt.
 

Nach dem Sektempfang begrüßte Bergschultes August (Gulle) Dannegger die Gesellschaft, insbesondere Lothar Lieb, den ersten Dirigenten des Chors, und Erich Schneider aus Bingen, mit den Ehefrauen. Erich brachte seine 80 Lebensjahre mit und bohrte die Feier zur 1110 er - Feier auf. Zum Auftakt gratulierten sechs Chormitglieder gesanglich, mit einem Text von Ludwig Zirlewagen, den 14 Geburtstagskindern und wünschten alles Gute. Eine anschließende erste Gesangsrunde des gesamten Chors nutzte Chorleiter Fritz Kottmann und dankte Gundel und Gulle Dannegger für die jahrzehntelange Bereitschaft, im eigenen Haus den Probenraum zur Verfügung zu stellen. Er bedauerte zugleich, dass der Chor nach dem Dannegger´schen Umzug vom Brunnenberg runter in die Stadt ein neues Probelokal suchen musste.
 

Neben dem geselligen Beisammensein, dem leiblichen Wohl und guten Gesprächen sorgten den ganzen Abend einige Chormit- glieder, Johannes Barth, Ludwig Dennig mit Mara, Hansjörg Seibeld und Ludwig Zirlewagen mit humorvollen Textbeiträgen und Ingo Ponti, Werner Müller, Lothar Lieb und Werner Stroppel mit Gesangsbeiträgen für die nötige Kurzweil und eine ausge- assene Stimmung.
Zoller-Hof-Wirt Franz Kernler und Ehefrau Anne hatten für die Gesellschaft ein warmes Büffet gezaubert, das keine Wünsche offen ließ, für jeden Geschmack etwas parat hatte und damit wesentlich zu dem gelungenen Abend beitrug. Fritz Kottmann überreichte Wirtin Anne als Dank für die Vorbereitung und Organisation des Abends eine Orchidee.
Während des Abends bedankte sich Kottmann nochmals im Namen des Chors für die lange Unterstützung im eigenen Haus: bei Gundel Dannegger mit einem schönen Blumenstrauß und bei Gulle  mit einem Karton Wein.

 

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